Eylien 0437

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im Rahmen der K.H.Ditze
Stipendienvergabe
Aula der HFBK 201 2

“Die Welt war außerhalb seiner selbst und um ihn herum, vor ihm. [P]
Durch das ziellose Wandern wurden alle Orte gleich, und es war nicht
mehr wichtig,
wo er sich selbst befand.
Auf seinen besten Gängen vermochte er zu fühlen, dass er nirgends
war.“
– Paul Auster –

 

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In Abwesenheit von Kamera und Film – Crew werden im bereinigten Filmset die Methoden der Inszenierung offengelegt.
Das Fenster, in eine unmittelbar als Kulisse erkennbare Wand eingesetzt, ermöglicht den Blick auf flach hinter einander
gestaffelte, aus Pappaufsteller in Form von Hochhäusern. Strukturiert werden diese zweidimensionalen Objekte durch
Löcher, deren verschiedene Größen und Verhältnisse versuchen eine Abfolge zueinander zu bilden.
Die Stadtlandschaf scheint wie tot, verlassen, sie ist einförmig und grau. Zu sehen sind Muster, Rhythmen und Strukturen,
welche sich durch die Wiederholungen von ähnlichen hinter und nebeneinander gestaffelten „Schablonen“ bilden.
In gewisser Hinsicht könnten diese Fensterreihen auch Texte, in Form eines Codes oder optische Telegraphie verkörpern,
welche nur entziffert werden müsste.

„Wir Tasten uns vor. Wir haben Angst. Denn: WIR WISSEN AUCH NICHT SO GENAU.
Es sei denn wir treffen auf das, was sich wiederholt. (Ahh genau, das ist es)
Horizont summt im Kopf
Die Miete ist schon mal die halbe Miete“
– Peter Licht –
wir werden siegen [und das ist erst der Anfang]

Das gesetzte Licht definiert keine bestimmt Tages- oder Nachtzeit, es ist eine Art Zwielicht.
Der einzig konkrete Hinweis auf Zeitlichkeit ist die beschlagene Scheibe, und die im Lauf erstarrten Wassertropfen, doch
auch diese Impression, eine Momentaufnahme in romantisch, nostalgischer Manie, ist durch malerische Mittel erzeugt