Cora Saller

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Cora Saller, »Blender«, 2011

 

Pappe, Lack, Kabelbinder, Schnur u. a., Installationsansicht

 

Spricht man über den Schein des Werfers, so trügt er uns. Ist Täuschung, Blendwerk, nur Gehäuse. Er versucht, ins rechte Licht zu rücken, er kann verschönern und entstellen. Doch der Schein wird immer trügen. Uns wird eine Illusion aufgetischt.In der Installation verliert der Scheinwerfer seine ursprüngliche Form und seine eigentliche Funktion, Licht abzustrahlen und etwas anderes in Szene zu setzen. Er wird zum konstruktiven Element einer Wand. Der Schein spielt sich dahinter ab, indirekt. Das Objekt, welches sonst die anderen erstrahlen lässt, wird selbst bestrahlt. Es gibt ein Davor und ein Dahinter. Was ist diese Wand? Eine Welle, ein Vorhang? Sie trennt, und doch ist das Dahinter nicht zu betreten und nur zu erahnen. Die Wand wird zum Scherenschnitt, fast so flach wie eine Projektion, sie erscheint als Schatten, aufgerollt, nur die Klappen lösen sich aus der Fläche.Betrachte ich den Scheinwerfer als Objekt, so geht es mir um das Gehäuse. Er ist seines Sinnes entleert, seiner Funktion enthoben und bleibt so als eine Hülle zurück. Das Licht, das für den Scheinwerfer wesentlich ist, ist ausgeschaltet. Zurück bleibt der Corpus, ein Gehäuse mit Blenden. Ein Blender. Man wird getäuscht oder besser – hinters Licht geführt.

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