JL_DisruptingDemocracyConradi

Disrupting Democracy

Installation/ Bühnenraum

[Flaggen: Jonas von Lenthe]

 

 

Feb 1 — Mar 1, 2018
Disrupting Democracy #2
Feb 18 / Talk with Daphne Büllesbach, Georg Diez, Katharina Nocun
Moderation: Hannes Grassegger

Is the principle of majority rule outdated? Is democracy in need of reforms? How can democratic decision making retain sovereignty in a globalized world? How do opinions form in a digital public sphere? And how can we defend the idea of democracy against right-wing and neo-conservative forces, against identity and clientele politics? The last U.S. elections and the 2017 elections in many European countries have sparked an increasingly broad-based public debate over the consequences of the growing power of networks and digital technology in the political space. Civic movements and organizations have emerged that seek to revitalize the democratic process and make it fit for the future.Titled “Disrupting Democracy,” the International Summer Festival at Kampnagel, Hamburg, in August 2017 convened a group of international experts in a space designed by the Hamburg-based artist Johanna Landt to discuss how digital technologies shape social processes. With Jonas von Lenthe’s contribution, that space has been reconstructed in Hamburg as a temporary place of assembly, with a conversation scheduled for February 18. The event has been conceived in collaboration with the Summer Festival’s curator Lena Kollender. As in the summer, the talks will be moderated by the journalist and economist Hannes Grassegger, who investigates the influence of digital technologies on social, economic, and political processes. His exposé on Cambridge Analytica, the firm that was hired to run Donald Trump’s digital campaign, attracted attention around the world. In Hamburg, Grassegger was joined by the columnist for Der Spiegel and founder of the online platform Disrupt Democracy Georg Diez; by the online activist Katharina Nocun; and Daphne Büllesbach, executive director of the transnational network European Alternatives, which champions democratic perspectives beyond the nation state. They have discussed the challenges and potentials of democracy in the age of digital technology.

Ist das Mehrheitsprinzip noch zeitgemäß? Muss die Demokratie reformiert werden? Wie können demokratische Beschlüsse in einer globalisierten Welt ihre Souveränität wahren? Wie funktioniert Meinungsbildung in einer digitalisierten Öffentlichkeit? Und wie kann man den Demokratiebegriff gegen rechte und neokonservative Kräfte, gegen Identitäts-und Klientel-Politik verteidigen? Nach den Wahlen in den USA und dem Europäischen Superwahljahr 2017 diskutiert eine immer größere Öffentlichkeit über die Folgen der Vernetzung und Digitalisierung unseres politischen Raumes, es formieren sich zivilgesellschaftliche Bewegungen und Organisationen deren Anliegen es ist, den demokratischen Prozess zu erneuern und zukunftsfähig zu machen. Unter dem Titel Disrupting Democracy haben im August 2017 während des Internationalen Sommerfestivals auf Kampnagel internationale Expert*innen über digitale Einflussnahme auf gesellschaftliche Prozesse in einem Raum der Künstlerin Johanna Landt (HFBK) diskutiert. Dieser Raum wurde in Hamburg unter Mitwirkung von Jonas von Lenthe (HFBK) wieder aufgebaut, wo er für einige Zeit zum potenziellen offenen Versammlungsort wird und am 18. Februar wieder zu Gesprächen eingeladen hat. Konzipiert wurde diese Fortsetzung von der Sommerfestival-Kuratorin Lena Kollender. Moderiert wird das Gespräch, wie bereits im Sommer, von dem Journalisten und Ökonomen Hannes Grassegger, der sich in seinen Publikationen mit dem Einfluss digitaler Technologien auf gesellschaftliche, ökonomische und politische Prozesse beschäftigt und mit seiner Reportage über die Firma Cambridge Analytica, die für den digitalen Wahlkampf Donald Trumps beauftragt war, weltweit Aufmerksamkeit bekam. In Hamburg hat er mit dem Spiegel-Kolumnisten und Begründer der Onlineplattform Disrupt Democracy, Georg Diez sowie mit Daphne Büllesbach, Geschäftsführerin des transnationalen Netzwerkes European Alternatives, das sich für demokratische Perspektiven jenseits von Nationalstaaten einsetzt und mit der Netzaktivistin Katharina Nocun über Probleme und Potenziale der Demokratie unter digitalen Vorzeichen gesprochen.

 

 

01.02-01.03.2018, Galerie Conradi

Weiterführung des Formats des internationalen Sommerfestival 2017 auf Kampnagel

 

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