Lukas Fries – Venus und Adonis

LUKAS FRIES

 

VENUS UND ADONIS

John Blow (1649-1708)

 

Musikalische Leitung Yu Sugimoto

Regie Johanna Neutzling

Bühne Lukas Fries

Kostüm Hilke Fomferra

Dramaturgie Lena Mallmann

Musikalische Assistenz Kenichiro Kojima

mit Merlind Pohl, Laurence Kalaidjian / Seungwoo Sun

sowie Hana Cho, Simon Edelmann, Begüm Ipekliogullari, Akari Muraoka

 

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„Zu leben, ohne zu lieben, ist kein richtiges Leben. Nimm dem Leben die Liebe, und du nimmst ihm sein Vergnügen.“ – Molière

Die Geschichte beginnt mit Myrrha, der Tochter einer Familie aus Assyrien, die selbst so schön ist, dass sie sich weigert, Venus zu huldigen. Die Göttin der Schönheit erfährt davon und belegt sie mit einem Fluch: Sie soll ihren Vater verführen. Als es wieder hell wird und er sie erkennt, will er seine Tochter töten, aber Venus hat Mitleid und verwandelt sie zu ihrem Schutz in einen Baum, den Myrrhenbaum. Aus seinen Wurzeln wird Adonis geboren, der schon als Säugling so schön ist, dass Venus ihn an Proserpina, die Hüterin der Unterwelt, gibt, um ihn großzuziehen. Eines Tages, als Adonis ein junger Mann ist, entdeckt ihn Venus schlafend auf einer Lichtung und verliebt sich in ihn. Auch er ist von der Schönheit der Göttin gefesselt, doch als leidenschaftlicher Jäger geht er noch einmal fort zur Jagd. Dabei verwandelt sich Mars, der eifersüchtig auf den schönen Jüngling ist, in einen Eber, er verwundet Adonis und dieser sirbt in Venus‘ Armen. Die Tränen, die sie weint, werden zu Blumen, die heute unter dem Namen Adonisröschen bekannt sind.

„Meistens belehrt erst der Verlust uns über den Wert der Dinge.“ – Arthur Schopenhauer

John Blows „Venus und Adonis“, 1681 uraufgeführt in Oxford, folgt dieser römischen Mythologie, konzentriert sich aber auf das Wunder der Liebe und den Schmerz des Todes , welchen Venus und Adonis erleben. (Lena Mallmann)