GAS I

GAS I

Studienprojekt I der Theaterakademie Hamburg

von Georg Kaiser
mit Texten aus „Kein Licht“ von Elfriede Jelinek

MILLIARDÄRTOCHTER Das Gas – -?!
INGENIEUR – blutet im Sichtglas! flutet an der Formel vorbei rot im Sichtglas! – schwemmt aus der Rechnung in Richtung für sich!

GAS! raunen und schreien die Figuren, GAS! und GAS!, bis es schließlich explodiert, das GAS!. Kaisers Sprache ist dicht, drängend, atemlos. Dennoch scheint die Explosion des Gaswerkes in Zeitlupe stattzufinden: ein Pianist bearbeitet seinen Flügel, es wird getanzt, eine Hochzeit wird gefeiert. Die Figuren taumeln zwischen Fortschrittsglauben und Hilflosigkeit, zwischen Selbstausbeutung und Fremdbestimmung der selbst verschuldeten Katastrophe entgegen. Es ist die junge Generation, die das Werk der älteren anzweifelt und auf die Frage drängt: was kommt danach?

Auf einer Installation aus Leuchtstoffröhren wird live ein Countdown geschaltet, für alle offen sichtbar gesteuert. Es entsteht eine Choreographie, die einer subjektiven Zeiteinschätzung folgt und einem das Gefühl der nahenden Katastrophe stetig vor Augen führt.

Bühne und Performance: Marlene Lockemann

Regie: Elsa- Sophie Jach

Kostüme: Elsa- Sophie Jach, Marlene Lockemann

Dramaturgie: Leonie Kellein

Licht: Anna-Kirstine Linke, Marie Stolze

mit: Amos Detscher, Carlotta Freyer, Daniel Gerzenberg (Piano), Anna Klimovitskaya

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