Margarethe Mast In fernem Land

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Margarethe Mast, »In fernem Land«, 2013

DIE WINDSCHUTZSCHEIBE UND DIE SCHEIBEN DER TÜREN WERDEN ZUR PROJEKTIONSFLÄCHE EINER VORGESTELLTEN REISE. DAS AUFSPRITZENDE WASSER LÄSST DEN EINDRUCK ENTSTEHEN, DASS SICH DER LKW AUF DER FAHRT BEFINDET UND DER ZUSCHAUER MIT IHM. DER SCHWAN, DER IM RHYTHMUS DES SCHEIBENWISCHERS AUFTAUCHT BZW VERSCHWINDET, FLIEGT VORAUS; ER GIBT DEN WEG AN ALS EINE FIGUR, DIE FÜR IDEALE UND WÜNSCHE STEHT. IN DER MYTHOLOGIE EIN MITTLER ZWISCHEN DIESSEITS UND JENSEITS, FÜHRT ER HIER DEN BETRACHTER VON DER REALITÄT IN DIE VORSTELLUNG. DURCH DIE GEÖFFNETE STELLUNG DER TÜREN mast2VERVOLLSTÄNDIGT SICH DIE FRONT ZU EINEM TRIPTYCHON. SEINE ZENTRALITÄT IM RAUM SCHAFFT EINE SAKRALE ATMOSPHÄRE.

ZU DEM PROJIZIERTEN BILD WIRD EINE KLANGCOLLAGE ABGESPIELT. IHRE KOMPOSITION ORIENTIERT SICH AN DER MUSIKALISCHEN STRUKTUR DES VORSPIELS AUS DEM 3. AKT DER OPER LOHENGRIN VON RICHARD WAGNER. DIE INSTRUMENTE WERDEN ERSETZT DURCH EIN REPERTOIRE VON LKW.- UND SCHWAN-GERÄUSCHEN.

AUSGANGGSPUNKT DER ARBEIT IST DIE GESCHICHTE DES LOHENGRIN, BEI DER SICH DER GRALSRITTER LOHENGRIN AUF DER REISE NACH DEM GLÜCK, NACH DER BEDINGUNSLOSEN LIEBE, BEFINDET. ER BLEIBT SUCHENDER, DA SICH DAS ERHOFFTE NICHT EINLÖST.

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